Public surfing!

Hallo an Alle zu Hause! Wie versprochen ein kurzer Bericht über meine Reise hierher:
In aller früh, kurz vor fünf Uhr, hab ich am Samstag mein geliebtes Elternhaus samt Heimatdorf verlassen und bin kurz vor 13Uhr in der Alpenhauptstadt eingeflogen. Ein wenig gestaut hat es wieder mal in der Schweiz, genauer in Basel, aber ansonsten bin ich sehr gut durchgekommen. Für alle die mich mal besuchen wollen: 790km die per Auto in gut 8h zu bewältigen sind!

Mein erstes Anliegen war natürlich den Verantwortlichen für die Wohnung zu finden. Er hat sein Büro in der Jugendherberge Chamonix und dorthin wollte ich nun. Einen Tramper den ich leider nicht mitnehemen konnte, weil mein Auto zu voll war, hab ich dann im Zentrum wiedergesehen, ihn einfach mal angequatscht und gefragt ob er wüsste, wo denn die Jugendherberge sei. Er konnts mir sogar sagen, da er selbst dort untergebracht ist und hat mir den Weg erklärt. Er meinte aber auch, dass dort erst abends wieder jemand anzutreffen sei.

Also hatte ich noch vier Stunden Zeit…die ich natürlich genutz habe, um mir bei einer lockeren Bouldersession wiedermal die Blöcke am Col des Montets anzuschauen ;-) und ein wenig das Sitzfleisch zu lockern. Viel war aber nicht mit Bouldern, denn die Müdigkeit steckte mir eine wenig in den Knochen. Dies führte dazu, dass ich an den Bouldern mehr geschlafen habe, als gebouldert.

Nun war es dann also auch spät genug und ich hab mich zur Jugendherberge begeben. Die Rezeptionistin hat dann, nachdem sie mich anfangs fast abwimmeln wollte, den verantwortlichen Herrn angerufen, der wiederum sagte, dass es mit Einziehen heute nix mehr werden würde. Eine weitere Person sei zu Abwicklung des Vorgangs nötig, wäre aber momentan und auch den Rest des Wochenendes nicht vor Ort. Also wurde ich für Samsatg auf Sonntag und weiter auf Montag in der Jugendherberge einquartiert und ich hoffe nun am Montag Vormittag einziehen zu können.

Den heutigen Tag habe ich erst einmal genutz um den Schlaf, den ich in den letzten Tagen aufgrund der Oranisiererei nicht bekommen habe, nachzuholen. Am Vormittag war das Wetter nicht sonderlich gut und es hat geregnet. Ich hab also auch nichts verpasst.
Nach einem ausgedehnten mittaglichen Frühstück hab ich mich dann auf die Suche nach einem Internetzugang gemacht und bin auch fündig geworden! Direkt auf dem kleinen Platz vor der Touristinformation im Ortskern liege ich, wie noch viele andere Notebook-Pilger, in T-Shirt in einem Sonnenstuhl, genieße die Sicht auf den Mont Blanc und die doch noch hervorgekommene Sonne und verfasse diesen Artikel! “Public surfing” würde ich diesen Service nennen! Denn ich surfe kostenlos über das W-Lan-Netz der Touristinfo und finde es einfach nur herrlich! Bleibt abzuwarten was passiert wenn der erste Schnee kommt…

Heute Abend werde ich vielleicht mal in die örtliche Kletterhalle schauen und die Trainingsmöglichkeiten auschecken. Ansonsten genieße ich noch die Sonne und lasse es urlaubsmäßig ruhig angehen.

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